Wert von Familie

Kinder sind unverzichtbar für unsere Gesellschaft

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Auch wenn es vordergründig wünschenswert erscheint, die Bevölkerungsdichte in Deutschland zu verringern - also der demographischen Entwicklung seinen Lauf zu lassen - so muss dem bei näherem Hinsehen vehement widersprochen werden.

Zuallererst sichern Familien (Definition) das physische Überleben einer Gesellschaft ganz vordergründig durch ihre Kinder.
Das physische Vorhandensein von Kindern ist aber keineswegs alles, was Familie für das Überleben von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft leistet. In Familie wird Solidarität, Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft, Teamgeist, Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit gelernt und eingeübt. Ohne diese Fertigkeiten und Eigenschaften funktioniert auch unsere Wirtschaft nicht, die gerade seit ihrer Entwicklung hin zu einer Informationsgesellschaft den Wert von Sozialkompetenz als unverzichtbaren Aspekt modernen Wirtschaftens entdeckt hat. Familien leisten einen unersetzlichen und großen Teil sozialer Sicherheit quer durch die Generationen.
Was Gerechtigkeit, Fairness, Gemeinsamkeit, Gemeinschaft und Geborgenheit (auch wenn man/frau/kind Fehler macht!) bedeuten, wird in Familie erfahren und gelernt. Familien tradieren das kollektive Gedächtnis, den Wertekanon und Erfahrungskatalog einer Gesellschaft von Generation zu Generation - sie sind die Kulturträger schlechthin! Eine demokratische Gesellschaft wie unsere benötigt Familie auch zum Kennenlernen und Einüben demokratischer Spielregeln.
Ohne Familie keine Altersicherung für egal welche Generation! Denn auch wenn kinderlose Paare und/oder Singles noch so viel an Kapital anhäufen, nützt ihnen dies überhaupt nichts im Alter, wenn keiner mehr da ist, um ihre Aktien, Immobilien oder sonst welche Ersparnisse abzukaufen, um davon zu leben. Und Aktien wischen auch keine Hintern ab oder versorgen Pflegebedürftige!
Sicher auch aus diesen Überlegungen heraus und mit der Erfahrung zweier Weltkriege im Nacken, haben die Väter des Grundgesetzes nicht umsonst (oder doch?) den besonderen Schutz von Familie ins Grundgesetz geschrieben.


Weitere Gedanken zum Wert von Familie siehe auch hier

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Anmerkungen zur demographischen Entwicklung

Schrumpft sich unsere Gesellschaft gesund oder krank?

siehe auch eine UNO-Studie mit EU-Ländervergleich

Für die Mitte des Jahrhunderts sagen Modellrechnungen eine auf 65 bis 70 Millionen Einwohner geschrumpfte Bevölkerungszahl Deutschlands voraus. Die reine Zahl als solches ist dabei nicht erschreckend, da ein Sinken der Einwohnerzahl pro Quadratkilometer durchaus etwas für sich hat.
Doch: Darf die Altersstruktur nicht außer Acht gelassen werden! Setzt sich die gegenwärtig viel zu geringe Geburtenrate ungehindert weiter fort, schrumpft auch unsere Gesellschaft ungehindert weiter bei einer altenlastigen Altersstruktur. Dort, wo bei den Bevölkerungswissenschaftlern die Grafiken auf der Zeitachse enden, stellt sich schließlich nicht automatisch wieder eine stabile Altersstruktur ein. Dies könnte mittelfristig erst dann geschehen, wenn die Geburtenrate wieder einen echten Ausgleich für die Sterberate darstellte.
Weiter problematisch ist, dss der Schrumpfungsprozeß kaum sozialverträglich möglich ist, sondern im Gegenteil zu erheblichen sozialen Verwerfungen und Ungerechtigkeiten führt.

Zwar bleibt - und soll auch bleiben - das Kinder-Haben und die Familiengründung im Bereich persönlicher und privater Entscheidung. Jedoch sind die Konsequenzen aus dieser Entscheidung von äußerster Relevanz für die Allgemeinheit. Daher muss aus Gesamtinteresse heraus die Familie und Familiengründung unbedingt gefördert werden - statt wie heute erschwert und (in ökonimischer Hinsicht) "bestraft" zu werden.

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